*gesellschaft macht geschlecht*

Der fzs ruft auf zu den 6. bundesweiten Aktionstagen gegen Sexismus und Homophobie vom 7. bis 11. November 2011

*Stereotyping?!*



*Geschlechterrollen - biologisch bestimmt?*

In unserer Gesellschaft gibt es eine Vielzahl von Klischees: Mädchen spielen mit Puppen, Jungs mit Autos. Dabei werden veraltete Rollenbilderreproduziert: Frauen kümmern sich um die Erziehung der Kinder und der Mann ist der Ernährer der Familie. Bricht eine Person aus diesen Rollenbildern aus -- sei es, wenn ein Junge Kleider trägt oder ein Mädchen Fußball spielt -- wird meist Homosexualitätunterstellt. Nur mit angepasstem gesellschaftlichen Verhalten fällt Mensch nicht auf und kommt somit weiter im Leben.

*Karriere oder Familie?*

Im Laufe ihres Lebens kommen Männer an ihre Grenzen; sie dürfen zwar Karriere machen, möchten sie aber die Kinder erziehen oder im Job aussetzen, werden sie als "weibisch" und "unmännlich" abgestempelt. Männer machen Karriere, ziehen mit Kumpels um die Häuser und schauen samstags die Sportschau. Umgekehrt gibt es kaum Frauen in den Spitzenpositionen der Wirtschaft. Auch an Hochschulen sind Frauen in vielen Bereichen unterrepräsentiert. So wird nur jede fünfte Professor*innenstelle von einer Frau bekleidet. Frauen, die diese Positionen inne haben, haben sich meist gegen eigene Kinder entschieden. Wenn sie dennoch Kinder haben, werden sie schnell als Rabenmütter abgestempelt.

*Sexistische Werbung -- nein danke*!

Auch Werbung kommt ohne Stereotype gar nicht aus --halbnackte Menschen müssen als Marketinginsturment herhalten, sogar an Hochschulen. Hübsche, junge, meist blonde, Frauen in eindeutigen Posen und eingeölte, knackige Männer sind angeblichdie Garantie für "richtig gute" Parties. Dass Menschen dabei auf eine bloße Verfügbarkeit als Objekte sexueller Begierde reduziert werden, wird gern mit einem Mix aus der angeblichen Freiheit der Kunst,unterstellter Freiwilligkeit und verkaufsfördernden Strategien begründet. Unserer Meinungnachhat sexistische Werbung nichts am Campus zu suchen!

*Schubladen hinterfragen*

Wir sind uns bewusst, dass die Verwendung von Schubladen für viele Menschen zunächst erst mal als Orientierungsstrategie im Alltag hilfreich ist. Dennoch ist es sinnvoll, die Einsortierung in solche Schubladen an Hand von Klischees regelmäßig kritisch zu hinterfragen. Jeder Mensch ist einzigartig und besitzt eine Vielzahl von Fähigkeiten. Eine Einordnung in Schubladen kann einzelnen Personen nie gerechtwerden.

*gesellschaft macht geschlecht***- Aktionstage 2011*

Der fzs veranstaltet vom 7. bis 11. November 2011 zum sechsten Mal die bundesweiten Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie. In diesem Jahr erstmalig unter dem neuen Titel *gesellschaft macht geschlecht*. In dieser Woche wollen wir mit einem Mix aus Politik und Kulturdem bestehenden Sexismus und der Homophobie etwas entgegensetzen. Von Vorträgen und Workshops über Ausstellungen bis hin zu Theater und Konzerten ist alles möglich.


*Mitmachen*


Viele Referate und Initiativen, die sich an den Hochschulen gegen Sexismus und Homophobie engagieren, haben oftmals den Eindruck, dass das, was sie tun, nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Aber wie heißt es so schön -- viele Tropfen bilden das Meer. Also lasst uns in einer gemeinsamen Aktion auf das Thema in seinen zahlreichen Facetten aufmerksam machen und für eine Welt kämpfen, in der Geschlecht keine Rolle mehr spielt, wenn es um die Gestaltung unseres Lebens geht.

Nutzt die Chance, in einer bundesweiten Aktionswoche eure Themen und euer Referat oder eure Gruppe an der Hochschule präsent zu machen. Ihr entscheidet vor Ort an eurer Hochschule, ob ihr mit Vortrag, Lesung oder Konzert die Aktionstage gestalten wollt. Der fzs unterstützt euch bei der Suche nach Themen und Referent*innen und gibt euch Hilfestellung bei der Planung eurer Aktionstage. Bei Interesse und Fragen sind wir unter kein-sexismus[at]fzs.de für euch da.

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