Aufruf zu den 4. bundesweiten Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie" vom 2. bis 15. November 2009
Sexismus und Homophobie
Sexismus (als Diskriminierung aufgrund des Geschlechts) und Homophobie (als Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung) sind die Konsequenz aus den Geschlechterstereotypen sowie der vorherrschenden Heteronormativität. Heteronormativität bedeutet dass ein gesellschaftliches und institutionalisiertes Denk- und Verhaltenssystem existiert, das Heterosexualität anderen Formen sexueller Orientierung als überlegen einordnet. Fast täglich werden wir auch in den Hochschulen über Werbung, Zeitschriften und teilweise sogar Lehrmaterialien mit sexisitischen und homophoben Darstellungen und Texten konfrontiert. Aus der Beratungserfahrung der (autonomen) Referate in Studierendenvertretungen wissen wir, dass viele Studentinnen von sexualisierter Belästigung betroffen sind sowie verbale und körperliche Angriffe auf schwule und lesbische Studierende regelmäßig vorkommen. Nach wie vor werden wir alle in erster Linie danach beurteilt, ob wir uns so verhalten, wie es "typisch männlich" oder "typisch weiblich" richtig wäre. Alle, die sich nicht in diese Kategorien einordnen wollen, müssen mit Vorurteilen, Beleidigungen und Diskriminierungen rechnen.
Aktionstage 2009
Der fzs veranstaltet vom 2. bis 15. November 2009 zum vierten Mal die Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie. In dieser Woche sollen in einem Mix aus Politik und Kultur Themen aus dem Bereich Sexismus und Homophobie in den Mittelpunkt gerückt werden. Von Vorträgen und Workshops über Ausstellungen bis hin zu Theater und Konzerten ist alles möglich. Der fzs koordiniert hierbei die Aktivitäten an den einzelnen Hochschulstandorten und unterstützt die Veranstalter_innen vor Ort mit Materialien, Öffentlichkeitsarbeit und bei der Suche nach Themen und Referent_innen.
Mitmachen
Viele Referate und Initiativen, die sich an den Hochschulen gegen Sexismus und Homophobie engagieren, haben oftmals den Eindruck, dass das was sie tun, nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Aber wie heißt es auch so schön - viele Tropfen bilden das Meer. Also lasst uns in einer gemeinsamen Aktion auf das Thema in seinen zahlreichen Facetten aufmerksam machen, dass uns am Herzen liegt. Ein Welt in der Geschlecht keine Rolle mehr spielt, wenn es um die Gestaltung unseres Lebens geht. Nutzt die Chance in einer bundesweiten Aktionswoche eure Themen und eurer Referat an der Hochschule präsent zu machen. Ihr entscheidet vor Ort an eurer Hochschule ob ihr mit Vortrag, Lesung oder Konzert die Aktionstage gestalten wollt. Der fzs unterstützt euch bei der Suche nach Themen und Referent_innen und gibt euch Hilfestellung bei der Planung eurer Aktionstage. Bei Interesse und Fragen sind wir unter kein-sexismus[at]fzs.de für euch da.