Beuth Hochschule Berlin
01.11.2009: Die Termine der Aktion Feigenblatt - Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie im Überblick.
Die Aktion Feigenblatt - Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie ist eine Veranstaltung des Kulturreferats des AStA der BHT in Zusammenarbeit mit dem Büro der Zentralen Frauenbeauftragten der Hochschule und dem fzs.
Wir wollen dein Gehirn waschen
Wir wollen dich ausgrenzen
Wir wollen dich fertig machen
Genau das wollen wir eben NICHT
Ziel ist es einfach nur mal in den Dialog zu kommen und zum Denken anzuregen. Ein paar nette Filme können, so gewünscht zu Diskussionen anregen. Wir würden uns zumindest freuen, wenn du vorbeikommst und uns sagst, was du von dem Film hältst, was du dabei empfunden hast… Wir wollen niemand unsere Ansichten aufzwingen, stehen Diskussionen aber natürlich offen gegenüber.
Auf der Auftaktveranstaltung am 03.11. November gibt es einen Begrüßungssekt und kleine Snacks und auch bei der Abschlussveranstaltung kannst du dich auf Sekt und Snacks freuen.
Die Veranstaltungsreihe findet im Rahmen der bundesweiten Kampagne des fzs „Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie statt“, die zeitgleich an vielen Hochschulen durchgeführt wird. Dieses Jahr wird sie zum vierten Mal die Hochschullandschaft erweitern und findet mit zunehmendem Erfolg statt.
Das Programm im Überblick:
Alle Veranstaltungen der Aktion Feigenblatt an unserer Hochschule sind kostenlos und finden im LKA im Haus Bauwesen, Raum D120 um 16:30 Uhr statt.
03. November 2009: Hedwig & the Angry Inch
FilmUSA 2001 Regie: John Cameron Mitchell
Erzählt wird die Lebensgeschichte von Hedwig, die als Rock-and-Roll Drag-Queen durch Amerika reist, ursprünglich aber als Hansel in Ost-Berlin geboren wurde. Anhand von mehreren bizarren Ereignissen wird die Verwandlung von Hansel in Hedwig beschrieben und dabei auch der Umstand, dass bei der „Geschlechtsumwandlung“ etwas daneben ging, und Hänsel/Hedwig statt eines Geschlechtsorgans nur noch der „Angry Inch“ blieb.
Die Geschichte wird hierbei genretypisch hauptsächlich durch die Lieder erzählt, dennoch besticht der Film auch durch seine äußerst aufwändige Kostümierung (Hedwig trägt 41 verschiedene Outfits) und die sehr guten schauspielerischen Leistungen, die auf die Besetzung mit Theaterschauspielern zurückgehen.
04. November 2009: Die Farbe Lila
Film
USA 1985 Regie: Steven Spielberg, mit Whoopi Goldberg und Oprah Winfrey
1909 in den Südstaaten: Die vierzehnjährige Celie ist von ihrem Vater zum 2. Mal schwanger. Wie auch schon bei ihrem ersten Kind, einem Sohn namens Adam, verkauft ihr Vater das Neugeborene. Zudem muss Celie den Missbrauch geheim halten, da ihre todkranke Mutter von alldem nichts erfahren soll.
Einziger Halt in dieser schweren Zeit ist Celies jüngere Schwester Nettie. Nach dem Tod der Mutter heiratet ihr Vater erneut. Bei dieser Hochzeit ist auch der Farmer Albert Johnson anwesend, ihm ist Nettie schon einige Mal aufgefallen und schließlich hält er um Netties Hand an. Stattdessen überredet Netties Vater ihn jedoch, Celie zu heiraten. Er willigt ein, da er nach der Ermordung seiner Frau eine neue Mutter für seine drei Kinder braucht. Leider sieht er in Celie nur eine Arbeitskraft, die er nach Belieben schikanieren und demütigen kann.
Als der Vater sich nun auch an Nettie heranmacht, flieht sie zu Celie. Weil aber auch Johnson ein Auge auf sie geworfen hat, rechnet sie damit, bald weiterziehen zu müssen. Um dennoch mit ihrer Schwester in Verbindung bleiben zu können, bringt sie ihr Lesen bei und verspricht, Briefe zu schreiben. Es kommt, wie sie es vorausgesehen hat: Nachdem Nettie einen Vergewaltigungsversuch ihres Schwagers abgewehrt hat, jagt dieser sie vom Hof.
1916. Johnsons Sohn Harpo will Sofia heiraten, die bereits schwanger ist. Der Vater verweigert seine Einwilligung, und Harpo fügt sich, aber die resolute junge Frau setzt sich durch. Während der Trauung hält sie ihren Säugling im Arm. Bald stellt Harpo fest, dass er nicht gegen seine Frau ankommt. Celie rät ihm, sie zu schlagen, um sich Respekt zu verschaffen. Aber das endet mit einem blauen Auge Harpos.
Johnson macht Celie das Leben zur Hölle und bringt eines Tages auch noch seine kranke Geliebte ins Haus: die Bluessängerin Shug Averey. Er will sie gesund pflegen und kocht selbst für sie. Aber sie wirft seine verbrannten Spiegeleier an die Wand und isst erst wieder, als Celie für sie kocht. Die beiden Frauen freunden sich an. Shug reißt Celie aus ihrer Lethargie und weckt allmählich deren Selbstbewusstsein. Celie lernt, dass man sich auch wehren muss.
05. November 2009: Forschung Undercover
VortragWie war das eigentlich damals in der Forschung?
Die wichtigsten Patente wurden von Männern angemeldet. Lag das nur daran, dass Frauen kaum ein Zugang zu höherer Bildung gewährt wurde, oder steckt da vielleicht noch viel mehr dahinter? Ein Versteckspiel durch Jahrhunderte. Vortrag mit einer Dozentin der Beuth-Hochschule. Im Anschluss daran möchten wir euch fragen, wie ihr die Situation heute wahrnehmt.
9. November 2009: Geschlecht im Spiel
FilmEin Film von: Uta Hörmeyer, Sasha Noel Ahorn und Dani Bahl
Neun Menschen, neun Bühnen, ein Thema – neun Entwürfe und der Auftritt im Alltag. Kommt mit auf eine Reise in die Welt weiblicher Männlichkeiten, männlicher Weiblichkeiten und sich verändernder Identitäten.
Ein Dokumentarfilm, unterwegs in Berlin zwischen Theater und Performance, Alltag, Subversion und der Frage nach der Inszenierung von Geschlecht.
Mit: Fatma Souad, Moritz G., Kaey, Tommy Crash, Josep Caballero García, m.pHase und vom Hexenkessel Hoftheater: Ina Gercke, Carsta Zimmermann und Michael Schwager.
10. November 2009: Mädchen in Uniform
FilmD 1958 Regie : Géza von Radványi , mit Romy Schneider, Lily Palmer und Therese Giehse
Wer hier eine romantische Schnulze á la Sissy erwartet, wird sehr überrascht sein. Es geht zwar um Liebe, – und auch um verbotene Liebe – doch hier wird eine Geschichte entgegen jeglicher Klischees erzählt.
In einem Mädchenpensionat der Nachkriegszeit verliebt sich die Schülerin Manuela in ihre Lehrerin. Dies führt natürlich zu Problemen und Konflikten.
Der Film brilliert durch Seitenhiebe auf den deutschen Nachkriegsmuff, hervorragend stilisiert durch Sinnsprüche, die in Bilderrahmen an den Wänden hängen.Ein Film, der schon damals für Aufsehen sorgte und den man einem deutschen Regisseur der 50er Jahre nicht zugetraut hätte.
12. November 2009: Andere Wege aus der anderen Krise
Podiumsdiskussion
Heißt Frauenförderung, dass wir auch Männer fördern müssen? Hat Sexismus auch Auswirkungen auf Männer? Was gibt es sonst noch für Möglichkeiten Grenzen zu überwinden?
Wir werden euch heute zwei Projekte aus dem Wedding vorstellen und an einer Podiumsdiskussion teilnehmen. Das Väter und Söhne Projekt richtet sich an Kinder und ihre Väter aus dem Kiez und die Frauenschule ermöglicht Frauen mit Migrationshintergrund ihren Lebensraum aus einer anderen Perspektive zu erfahren.